Geschichte ohne Namen – Teil 2

Hallo erst mal,

es ist schon eine ganze Weile her, aber vielleicht erinnert ihr euch ja noch an diese mysteriöse Geschichte ohne Namen… Sie hat noch immer keinen Namen, aber ich dachte mir ich könnte euch noch mal ganz gut einen Happen davon präsentieren.
Unter anderem auch, weil ich etwas im Lernstress bin und nicht so richtig dazu kam mir ein Thema für einen Beitrag
zu überlegen  🙈
Hätte euch auch was über irgendwelche Krankheitsbilder, Therapien etc erzählen können, aber das interessiert wohl die wenigsten, außerdem seht ihr sonst auch noch alle möglichen Symptome an euch :p
So jetzt geht’s aber weiter mit der Geschichte:

Luisa war auf dem Weg von der Schule nach Hause, der Unterricht hatte sich wieder einmal extrem gezogen und nun war sie mehr als froh endlich auf dem Heimweg zu sein. Wie immer im Bus hörte sie Musik. Gleich würde wieder dieses extrem gutaussehende Mädchen einsteigen, Luisa wusste nicht einmal ihren Namen, aber sie sah so gut aus und wirkte so faszinierend. Jeden Tag stieg sie an der gleichen Haltestelle ein, doch bis jetzt hatte Luisa sich noch nicht getraut sie anzusprechen. Immer wieder nahm sie sich vor mal mit ihr zu reden, doch immer verließ sie vorher der Mut. Das die Fahrt heute komplett anders werden würde ahnte Luisa jetzt noch nicht.
Ist hier noch frei?“
Irritiert sah Luisa auf, sonst wollte sich nie jemand zu ihr setzen. Als ihr klar wurde, wer da vor ihr stand war sie nicht weniger verwirrt. Sie war freudig überrascht, gar keine Frage, aber damit gerechnet hätte sie nicht.
Natürlich.“, schnell nahm Luisa ihre Tasche vom Sitz und machte dem gutaussehenden Mädchen platz. Heute war ihre Chance, jetzt saß sie endlich neben ihr und immerhin hatten sie schon jetzt mehr geredet als in den letzten zwei Monaten. Grade als sie all ihren Mut zusammen genommen und sich zum Gang gedreht hatte um etwas zu sagen, sah sie es. Es war nur ein kurzes Aufblitzen, doch das hatte schon gereicht.
Vorsicht!“, blitzschnell riss Luisa ihre Sitznachbarin mit nach oben, sodass das Messer nur knapp hinter ihnen vorbeiflog. Der Bus hatte im selben Moment angehalten und die Türen öffneten sich. Die Frau, die das Messer geworfen hatte sprang auf und hechtete aus dem Bus. Alles war so schnell geschehen, dass niemand dazu kam die Frau aufzuhalten.
Alles in Ordnung?“
Das Mädchen war verwirrt, verständlicherweise, schließlich hatte man soeben einen Attentat auf sie verübt.
Ja ja, alles gut. Ich ähm… danke.“, ihre Stimme war gedämpft und etwas unsicher. „Oh, das ist meine Haltestelle.“
Willst du nicht lieber zur Polizei? Ich kann auch mitkommen.“
Sie schüttelte den Kopf und stieg dann aus. Luisa sah ihr hinterher, sie verstand die Welt nicht mehr.

Saltatia lief eillig von der Bushaltestelle weg, das sie im Bus beinahe umgebracht worden war verwirrte sie nicht so sehr, wie die Tatsache, dass ein Mensch sie gerettet hatte. Sie selbst hatte zwar noch keinen Menschen umgebracht, aber ihr war die Abneigung gegenüber den Menschen anerzogen worden. Ihre eigenen Erfahrungen wären bei einer anderen Erziehung wohl weniger negativ geprägt gewesen, doch durch ihre Erziehung hatte sie vieles falsch aufgefasst. Nun hatte ein Mensch ihr das Leben gerettet, noch dazu kannte sie das Mädchen gar nicht. Ein paar mal hatte Saltatia das Mädchen im Bus wahrgenommen, aber sie hatte sie nie wirklich beachtet oder gar mit ihr geredet und jetzt sowas. Natürlich war sie dem Mädchen dankbar, aber damit hätte sie niemals gerechnet, dass ihr einmal ein Mensch bedingungslos helfen würde. Ihre Eltern hatten ihr immer gesagt, sogar gepredigt, wie egoistisch und auf sich bezogen Menschen waren. Wenn ein Mensch die Wahl hatte ob er sich retten würde oder jemand anderen, dann würde er immer sich retten und nicht einmal versuchen, der anderen Person zu helfen. Das war es, was Saltatia gelehrt worden war. Noch immer in ihren Gedanken vertieft blieb sie stehen, sie war bereits an ihrer Wohnung vorbei gelaufen und ging nun zurück. Sie ärgerte sich über sich selbst, nicht weil sie zu weit gegangen war, sondern weil sie schon die ganze Zeit so unaufmerksam war.
Hallo?“, sie betrat ihre Wohnung. Keine Antwort. Ihr Mitbewohner war wohl nicht da. Sie ließ ihre Tasche im Flur stehen, ging ins Wohnzimmer, wo sie ihre Schuhe auszog und sich auf dem Sofa niederließ. Noch immer war sie total durch den Wind, alles drehte sich um eine Frage: Waren Menschen vielleicht doch nicht so schlimm?

So viel dann auch wieder von mir. Hoffe ihr hattet Spaß am lesen. An dieser Stelle noch ein fettes Dankeschön an Lizzl ohne sie würde es den Beitrag nicht geben, denn leider hatte ich die Geschichte nicht bei meinen Eltern und bin schon etwas verzweifelt, aber ich hatte ihr die Geschichte mal geschickt und zu meiner Erleichterung hat sie sie noch gehabt 😀

Eure
Fissel

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