Geschichte ohne Namen – Teil 4

Hallo erst mal,

ihr wisst vermutlich gar nicht mehr, was zu letzt passiert ist, denn das letzte Mal kam ein Teil dieser Geschichte im Juni. Ich selbst musste auch nachgucken wo wir dran waren. Da hatte ich gefragt, was ihr von dieser Geschichte als E-Book halten würdet… Nun ja, die Sache ist die, um ein E-Book zu veröffentlichen, müsste das Werk erst mal fertig sein. Da das ganze im Moment etwas stagniert, wird das wohl noch etwas dauern, leider. Allgemein schreib ich im Moment nur sehr wenig, leider. Aber immerhin komm ich meistens noch dazu euch ein wenig zu bespaßen 😛

Aber ich möchte nicht weiter um den heißen Brei rum reden und euch nun, seit einem halben Jahr mal weiter lesen lassen 😉

Viel Spaß beim Lesen 🙂

An einem anderen Ort in der selben Stadt kam Sheila gerade in den Besprechungsraum.
Ach beehrst du uns Heute also doch noch?“
Sheila hasste diese dunkle Stimme ihres Vaters, vor allem wenn sie wusste, dass er gleich wütend werden würde.
Hat es denn so lange gedauert? Du wolltest deinen Auftrag doch unauffällig und schnell hinter dich bringen.“
Sheila schluckte:
„Vater, es gab einige Komplikationen. Ein Mensch ist mir dazwischen gekommen…“
Mein Kind, das ist nicht weiter tragisch, es kann passieren, dass ab und an ein Mensch geopfert werden muss. Hauptsache ist, dass diese Saltatia endlich weg ist. Eine der letzten echten Noctier. Die Anhänger der Familie haben erst einmal keine so hohe Priorität.“
Vater ihr versteht nicht… Es ist niemand zu Schaden gekommen. Dieses Mädchen hat Saltatia gerettet, ich konnte nach meinem Attentat nichts mehr tun, außer zu fliehen.“
Zorn funkelte in seinen Augen auf:
„Du hast Saltatia also nicht erwischt? Du hast Mut, dass du dich dann überhaupt hier her traust! Am besten du verschwindest jetzt, ehe ich wirklich wütend werde!“
Sheila überlegte nicht lange und verließ auf schnellstem Wege das Gebäude. Sie verstand nicht, wieso es ihrem Vater so wichtig war, die Noctier zu töten, sie verstand jedoch auch den Streit zwischen ihnen und den Luctoren nicht. Ihr Vater war das Oberhaupt der Luctoren und er war alles andere als ein sympathischer Zeitgenosse. Er nutzte seine eigene Tochter aus, um Aufträge für ihn zu erfüllen. Aufträge, die sie einfach nur für schwachsinnig hielt, aber sie hatte nicht den Mut und die Kraft sich gegen seinen Willen zu stellen. Nun wanderte sie wie so oft durch die Stadt und stellte sich vor, einfach frei zu sein, irgendwo wo ihr Vater sie niemals finden würde, irgendwo wo sie den Streit zwischen Noctiern und Luctoren vergessen konnte und nicht befürchten musste den Zorn ihres Vaters auf sich zu ziehen. Ihre Mutter hatte es geschafft, sie war verschwunden, als Sheila gerade einmal drei Jahre alt war. Dort hatte ihre Mutter ihren älteren Bruder mitgenommen und die eigene Tochter zurückgelassen. Sheila hatte ihre Mutter nie wirklich kennengelernt und so hatte sie auch keine Problem damit sie zu hassen. Sie konnte diese Frau einfach nicht verstehen, die ihr eigenes Kind bei solch einem Mann zurückließ. Ihre Mutter wird schließlich einen Grund gehabt haben ihren Vater zu verlassen. So versank sie in ihren Gedanken und sah das Mädchen erst, als sie schon gegen sie gelaufen war.

Können Sie nicht aufpassen?“, genervt fuhr Luisa die Frau an, die gerade gegen sie gelaufen war.
Entschuldigung, ich war wohl zu sehr in Gedanken. Ich bitte vielmals um Verzeihung.“
Luisa stockte der Atem, war dies nicht die Frau aus dem Bus, die die das Messer geworfen hatte? Nein, das war bestimmt nur eine Verwechslung, so klein war diese Stadt ja nicht. Aber was, wenn sie es doch war? Sollte sie etwas sagen?
‚tschuldigung, aber ist irgendwas?“
Luisa hatte gar nicht bemerkt, wie sehr sie die Frau angestarrt haben musste.
Ich ähm… Dachte nur ich hätte sie schon einmal gesehen… Kann das sein?“
Soll das jetzt ’ne billige Anmache sein? Ich kenne Sie jedenfalls nicht.“
Nein, nein. Das tut mir leid, ich habe Sie wohl verwechselt.“
Das muss wohl der Fall sein.“
Entschuldigen Sie die Verwechslung.“, auch wenn Luisa sich sicher war, dass es die Frau aus dem Bus war, sagte sie nichts weiter. Sie hatte keine Beweise und so konnte sie sie ja schlecht zur Polizei bringen, nicht das dies mit Beweisen weniger seltsam gewesen wäre. So ging sie also einfach weiter und versuchte nicht weiter über die Frau nachzudenken.

Sheila fluchte leise, beinahe wäre sie aufgeflogen. Wieso hatte ihr das Mädchen auch hier über den Weg laufen müssen? Viel eher noch: Warum war sie selbst ihr auch direkt in die Arme gelaufen? Ja, sie war unvorsichtig gewesen und sie hatte ihren Plan auch nicht wirklich durchdacht, aber wenn sie ehrlich war, hatte sie es satt Leute umzubringen. Wenn sie wollte, dann konnte sie gut sein, das war keine Frage, das wusste sie auch selbst, doch sie hatte die Nase einfach gestrichen voll. Sollte ihr Vater doch denken, dass sie immer noch sein braves Werkzeug war, sie musste nur aufpassen, dass er nicht die Wahrheit erfuhr. Sie würde niemanden mehr umbringen, nicht für ihren Vater, nicht wenn es einen anderen Weg gab und in der Regel gab es einen anderen Weg. Sheila bog in die nächste Straße ab, auch wenn es ein Umweg zu ihrer Wohnung war, sie vermied direkte Wege. Ein Grund war mal wieder ihr Vater, sie hoffte so eventuelle Spione abzuhängen, denn sie war sich fast sicher, dass ihr Vater sie beobachten ließ. Ein anderer Grund war, dass sie sich selbst schützen wollte, denn wenn sie die Nachkommen der Noctier jagte, dann gab es garantiert auch jemanden der sie jagte. Und sie wurde tatsächlich beobachtet. Ein junger Mann stand dort am Kiosk und starrte sie an, sie hatte ihn sofort bemerkt. Kurz überlegte sie die Straßenseite zu wechseln, doch sie am zu dem Entschluss, dass sie nicht weglaufen würde. So als hätte sie nichts bemerkt, ging sie zum Kiosk und bestellte sich einen Kaffee. Während sie auf ihre Bestellung wartete konzentrierte sie all ihre Sinne auf den Mann, doch ihr fiel nichts auffälliger oder ungewöhnliches auf. Vielleicht hatte sie sich auch getäuscht und dieser Kerl war ein ganz gewöhnlicher Mensch. Nun musterte sie ihn von unten nach oben, schlecht aussehen tat er nicht. Er trug ein hellblaues Hemd, eine dunkle Jeans. Seine Haare waren schwarz und leicht zerzaust mit der rechten Hand fuhr er nachdenklich über seinen Dreitagebart.
Bitteschön, ihr Kaffee to go. Das macht dann 2,50€.“, der Verkäufer riss sie aus ihren Gedanken. Jetzt fiel ihr auch auf, wie auffällig sie den Mann beobachtet haben musste. Eilig bezahlte sie und ging weiter. Der Mann folgte ihr, vielleicht hatte sie sich doch getäuscht, er war nicht nur ein einfacher Mensch! An der nächsten Ecke warf sie ihren Kaffeebecher in einen Mülleimer, um ihre Hände für einen möglichen Kampf frei zu haben. Als nächstes bog sie in eine kleine Gasse und blieb dort stehen. Wie erwartet bog auch der Mann kurz nach ihr ein. In seinem Blick erkannte sie nichts bösartiges – nein, sein Blick war sogar sehr weich, sehr sympathisch. Als sie seinen Blick sah, verlor sie sich für einen Moment in seinen haselnussbraunen Augen, in diesem Moment setzte ihr Gehirn aus und sie trat näher. Ehe sie ihre Gedanken wieder fassen konnte, hatte sie ihn geküsst. Etwas verwirrt sah der Mann sie an, doch er lächelte. Sheila errötete, so was war normal nicht ihre Art.
Bevor du was sagst, ich würde dich gerne mal zum Essen einladen. Es ist komisch, ich weiß, wir kennen uns ja gar nicht, aber ich habe deinen Blick gesehen und jetzt das…“, der Mann wirkte leicht nervös.
Es ist wirklich komisch. Keine Ahnung, was gerade mit mir los war, so was ist normal gar nicht meine Art. Ich kenn‘ dich ja nicht einmal!“
Ich weiß genau wie du dich fühlst. Hier ich geb‘ dir einfach mal meine Karte und wenn das nicht alles zu seltsam ist für dich, dann kannst du dich ja mal melden.“, er gab ihr gab ihr seine Visitenkarte und ging. Vollkommen irritiert blieb Sheila allein in der Gasse zurück. Was war da gerade passiert? Sie drehte die Karte zwischen den Fingern, ‚Dr. Thomas Brenner‘ stand da. Vielleicht würde sie ihn mal anrufen, immerhin hatten sie sich schon geküsst, aber ihre erste Begegnung war auch sehr seltsam gewesen. Erst einmal würde sie nach Hause gehen und dann würde sie überlegen.

So viel wieder von mir

Eure
Fissel

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Ein Gedanke zu “Geschichte ohne Namen – Teil 4

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