Alles ist Endlich – Teil 1

Hallo erst mal,

ob es an der Creative Challenge liegt, ich weiß es nicht… Jedenfalls habe ich seit einiger Zeit nochmal das Bedürfnis zu schreiben und zwar richtig, nicht nur so ein paar Gedanken auf einem Zettel hier und einem Zettel da… Ich wollte nochmal eine Geschichte schreiben, aber da ich ja schon gefühlt 50 angefangen habe, wollte ich keine neue anfangen, also hab ich an zwei vielleicht auch drei weiter gedacht.Klingt komisch, ist aber so. An dem einen Abend war mir mehr so nach schnulzigem, da hab ich an meiner Liebesgeschichte versucht gedanklich weiter zu kommen, dann war mir eher nach Fantasy und ich habe an eben solcher Geschichte weiter gedacht (allerdings bin ich mir an dieser Stelle nicht sicher ob es überhaupt als Fantasy gilt… Vermutlich schon.). Aber welche Geschichte mich einfach nicht loslassen wollte, war eben jene, die ich euch nun vorstellen möchte. Ich habe sie damals am 07.Februar 2014 angefangen (zumindest die Datei dann erstellt, aber soweit ich mich erinner geschah die eigentliche Entstehung per Schreibmaschine höchstens einen Tag vorher). Eigentlich ist diese Geschichte entstanden, um mit einer Freundin zusammen an ihr zu schreiben. Die Handlung haben wir uns gemeinsam überlegt gehabt, dann habe ich den Anfang geschrieben und… weiter sind wir eigentlich nie gekommen. Wir haben in einer Freistunde weiter geschrieben, wieder einiges gestrichen und ich glaub am Ende waren wir keinen Schritt weiter. Also lag die Geschichte weiter so auf meinem PC herum. Fertig gestellt hab ich sie dann 3 Jahre und 4 Tage später, so ein Mist dass es nicht auch 3 Tage später waren, hätte sich irgendwie besser angehört…

Aber zu den eigentlichen Dingen zurück, ich bin ziemlich stolz auf mich und habe sie schon von besagter Freundin lesen lassen und mir ihre Meinung eingeholt, ob ich sie euch vorstellen kann oder nicht. Wie ihr seht habe ich ihr ok bekommen. Da ich euch allerdings keinen 4000 Wort Beitrag vorsetzen wollte, gibt es die Geschichte aufgeteilt.

Jetzt aber viel Spaß beim Lesen:

Alles ist endlich
Regen prasselte gegen mein Bürofenster im vierten Stock. Es war nun eine Woche her, dass meine Frau mich verlassen hatte. Sie hatte mir alles genommen, die Kinder, das Haus, einfach alles. Alles was mir geblieben war, war ein Karton mit persönlichen Dingen. Ich wohnte nun wieder in der kleinen Wohnung, die ich verlassen hatte, als ich mit meiner Frau – ich meine Exfrau – zusammen gezogen war. Eine kleine, wirklich unaufgeräumte Wohnung nahe der Bahnstrecke. Seit ich wieder dort lebte, auch wenn man es nicht als Leben bezeichnen konnte, bekam ich kaum noch Schlaf. Der Bahnverkehr schlief wirklich nie. Nun saß ich völlig übermüdet im Büro. Es war nun auch schon eine Weile her, dass ich mich das letzte Mal rasiert hatte, genau genommen eine Woche. Vielleicht ließ ich mich ein wenig gehen, aber derzeit brachte ich einfach nicht die Kraft auf, irgendetwas zu tun. Ich stand morgens auf, ging duschen und dann zur Arbeit, wenn ich spät am Abend, nach einigen Überstunden, nach Hause kam war dort niemand der auf mich wartete und so kam es, dass ich meist noch in eine Kneipe direkt um die Ecke ging. Sobald ich dann leicht betrunken in meine Wohnung kam legte ich mich sofort ins Bett, doch Schlaf fand ich dann kaum. Meine Kollegen fragten sich bestimmt auch schon was mit mir los war, ich hatte ihnen nichts erzählt, auch dafür fehlte mir die Kraft. Mein Dasein drehte sich einzig und allein um den Beruf, damit ich meine Wohnung weiter finanzieren konnte. Spaß machte mir die Arbeit schon lange nicht mehr. Ich verdiente nicht besonders gut, aber bis jetzt hatte es gereicht, da meine Frau wirklich gut verdient hatte. Sie hatte mir immer davon abgeraten den Job aufzugeben, sonst hätte ich mir schon längst etwas anderes gesucht, doch sie war der Meinung gewesen, dass ich auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt nichts Neues finden würde. Und nun hatte sie mich verlassen, die die mich in diesem Job gehalten hatte. Schon wieder kam mir ein Gedanke, den ich seit unserer Scheidung nicht unterdrücken konnte: Wie lange hatte sie schon geplant mich zu verlassen? Wollte sie, dass ich meinen Job behalte, damit ich bei unserer Trennung nicht ganz ohne Geld da stehen würde? Es hätte mir eigentlich egal sein können. Unsere Ehe war schließlich vorbei. Aber diese eine Frage bedrückte mich immer wieder.
Nun lag mein Leben im Chaos und um ehrlich zu sein wollte ich es nicht mehr retten. Die Chance, dass meine Frau mich zurückholen würde war so minimal, doch vielleicht wenn ich um sie kämpfen würde, würde sie merken, wie wichtig sie mir war. So würde ich es machen, gleich heute Abend würde ich mich rasieren und mich endlich trauen sie anzurufen. Es hatte in dieser Woche wohl keinen Tag gegeben, an dem ich nicht mit dem Telefon in der Hand auf dem Bett gesessen hatte, ihre Nummer schon gewählt und schließlich doch nicht anrief. Aber heute würde ich es schaffen, ich würde sie anrufen! Solange sie noch keinen anderen hatte, konnte ich sie zurück gewinnen. Ich wollte nicht nur sie zurück: Es war auch das Haus, vor allem die Kinder die ich so vermisste, dass es manchmal weh tat. Aber über allem stand auch mein eigenes Leben, was ich zurück haben wollte, mein altes Ich. Seit der Trennung war ich einfach nicht mehr der Selbe gewesen.
Eine Stimme von einem Kollegen riss mich aus meinen Gedanken: „Simon, der Chef will dich sehen.“
Ich nickte und ging ins Büro des Chefs:
Sie wollten mich sehen?“
Mister Danks, setzen Sie sich doch erst einmal.“
Was ist denn los? War der Bauherr so zufrieden mit meiner Arbeit?“, ein scherzhaftes Lächeln legte sich auf mein Gesicht. Beim Blick meines Chefs verschwand das Lächeln aber sofort:
Wollen Sie mich auf den Arm nehmen? Der Bauherr hat mich eben wutentbrannt angerufen, was Sie sich dabei gedacht hätten. Das komplette Gebäude war abgesprochen gewesen und Sie haben ihm einen vollkommen anderen Plan zukommen lassen? Das heißt es war schon sein Plan, nur sie haben alles geändert!“
Das kann nicht sein… So etwas würde mir doch nie passieren.“
Scheinbar schon. Dieser Kunde war wirklich wichtig, Sie hätten ihn für unsere Firma begeistern sollen nicht wegjagen. Nun möchte er sich sein Gebäude von einem anderen Architekturbüro planen lassen! Bei der derzeitigen Konkurrenz darf so etwas nicht vorkommen.“
Ich wusste nicht was hier vorging und brachte nur stotternd eine Entschuldigung hervor:
Sir es tut mir Leid, so etwas wird mir nicht noch einmal passieren.“
Das wird es auch nicht, zumindest nicht in meinem Büro.“
Ungläubig starrte ich ihm an:
Sie wollen mich feuern?“
Mein Chef zog ein Dokument aus seinem Schreibtisch:
In der Tat. Hier ist ihre Kündigung. Wissen Sie Danks, ich mache das nicht gerne, aber es gibt so viele Architekten, die verzweifelt eine Stelle suchen und wahrscheinlich auch sehr gute Arbeit abliefern. Da kann ich mir jemanden wie Sie einfach nicht leisten. Es tut mir Leid, aber Sie müssen sich wohl etwas anderes suchen. Vorher sollten sie sich aber mal rasieren und sich nicht so gehen lassen… Sie können jetzt ihre Sachen packen und gehen. Ihr Gehalt werden Sie für diesen Monat noch erhalten.“
Ich griff nach meiner Kündigung, faltete sie zusammen und steckte sie in meine Hosentasche.
Auf Ihre Ratschläge scheiße ich!“, damit verließ ich das Büro. Als ich aus dem Zimmer trat stieß ich fast mit jemanden zusammen, es war niemand anderes als meine Exfrau.
Simon? Wie siehst du denn aus und warum warst du beim Chef?“
Mein Rasierer war kaputt, ich habe es bis jetzt noch nicht geschafft einen neuen zu kaufen… Und na ja ich wurde soeben befördert!“, was für eine Lüge, aber ich musste sie imponieren, „Aber was machst du eigentlich hier, wenn ich fragen darf?“
Hör zu ich wollte nicht, dass du es so erfährst…“
Verwirrt sah ich sie an:
Was meinst du? Was soll ich nicht so erfahren?“
Sie seufzte:
Na ja, dein Boss, er ist mein neuer Freund.“

Sooooo wie es mit dem Guten Simon Danks dann weiter geht, erfahrt ihr im nächsten Teil, ich hoffe ihr bleibt gespannt dabei^^

Das wars dann wieder von mir

Eure
Fissel

 

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